Es war einmal………so fangen die meisten Geschichten an und so soll auch die Geschichte unseres Hauses beginnen, die ich Ihnen nun erzählen werde……
Es war im Jahre 1876 als der damals 29 jährige Josef Tammerle das Gut „Goldfuass“ (1319 erstmals urkundlich erwähnt) um 500 Gulden von einem Bauern erwarb.
Josef Tammerle war Holzhändler und Krämer und übernahm den bestehenden Krämerladen in Mölten und eröffnete bald darauf eine Metzgerei.
1879 eröffneten Josef und seine Frau Theresia den Gasthof „Zum Löwen“ mit 13 Zimmern. Das Paar schenkte einem Sohn und zwei Töchtern das Leben.
Der Sohn Josef ( geb. 1880) führte den Gasthof weiter, während eine Schwester Bäuerin am „Platnerhof“ in Lana wurde (Gründer der Brennerei „Pircher“ in Lana)
Josef erwarb Wiesen und Wälder und erweiterte das Gut zu einem für damalige Verhältnisse stattlichen Hof mit ca.10 ha Wiesen. Dazu gehörte auch das unter dem Namen „Tammerlemoos“ bekannte Biotop am Salten.
Josef hatte mit seiner Frau Stefanie sieben Kinder. Der älteste Sohn Josef (geb. 1910) erbte das Gasthaus, den Hof, und die Metzgerei, während sein jüngerer Bruder Richard den Krämerladen und die 1953 eingerichtete Bäckerei erhielt.
1938 ehelichte Josef die aus Mühlwald im Pustertal stammende Antonia Gasser. Im Jahr 1949 wurde durch den Umbau des Dachgeschosses eine Erweiterung auf 18 Zimmer möglich.
„Beim Tammerle“ wie es liebevoll von der Dorfbevölkerung genannt wird, kehrte man ein um sich in Gesellschaft ein kühles Glas Wein zu gönnen und um das aktuelle Geschehen im Dorf zu erfahren. Weiters wurden im Gasthof Festveranstaltungen, Theater und Bälle gehalten. Die „Kracherlen“ (alkoholfreies Sprudelgetränk) wurden selbst hergestellt und für Veranstaltungen sogar bis nach Bozen geliefert, während die Metzgerei aufgelassen wurde.
1969 wurde von der Pfarrei Mölten der Bau des St. Gerhardsheim in Auftrag gegeben, Theateraufführungen und Bälle wurden von nun an dort veranstaltet. Die von da an nicht mehr genutzte Veranda wurde umgebaut und es kamen drei weitere Zimmer dazu, die mit Etagendusche ausgestattet waren.
Zudem wurde ein Freischwimmbad errichtet, das jedoch auf Anordnung der Kirche durch einen zwei Meter hohen Sichtschutzzaun aus Sträuchern abgeschirmt werden musste.
Der älteste Sohn des Ehepaares Anton heiratete 1976 Elisabeth Mathá aus Andrian und erbte den Gasthof.
Der dazugehörige Hof wurde bereits 1973 aufgelassen.
1980 wurden der alte Gasthof und Stadel abgerissen und neu aufgebaut. Nach mehreren Umbauarbeiten verfügt das Hotel „Zum Löwen“ heute über 31 Zimmer.„Beim Tammerle“ ist wie damals ein Treffpunkt der Dorfgemeinschaft geblieben. Anton und Elisabeth haben 4 Kinder. Martina, Harald, Christian, und Ulrich die alle haupt – oder nebenberuflich im elterlichen Betrieb mitarbeiten und für das Wohl der Gäste sorgen.





